Freiheit ist ein Wagnis ins Ungewisse

Neumann

Der Dresdner Künstler Alexander Neumann präsentiert seinen Roman "Wendemaske" auf der Büchermesse "Seitenwechsel" in Halle.

 

Wenn Bücher aus der Zeit fallen, gehen sie wie Kometen unter. Mitunter fällt die Zeit in die Bücher zurück. Dann leuchten sie auf.

Die Manuskripte für den Roman „Wendemaske“ entstanden bereits in den Jahren 1988/89 in der Endzeit der DDR. Sie beschreiben den politischen und moralischen Zerfall eines Staates und ihrer Politikerkaste, die ihren eigenen Untergang nicht wahrnehmen will. Ein ausgeklügeltes System von Überwachung, Bespitzelung und Kriminalisierung politisch Andersdenkender sollen den Ruin aufhalten. Gleichzeitig werden historische Ereignisse und der Umgang mit der Geschichte verfälscht sowie immer neue Feindbilder im Inneren des Staates und im Ausland erzeugt. Der zur Absicherung des Systems notwendige geheime Apparat wächst ins Unermessliche und hinterlässt bei der Bevölkerung Ängste und Doppelmoral. Jedoch wo die Sorgen wachsen, wächst auch der Mut.

Der Titel des Buches bezieht sich auf eine einzigartige Maske, die der Schauspieler Altmeier besitzt und die in Ihrer Wirkung auf das Publikum, die extremsten menschlichen Empfindungen zwischen nahezu ekstatischer Verzücktheit und Beglückung, aber auch Abscheu, Angst und Hass erzeugt. Diese „Wendemaske“ kann der Akteur innerhalb weniger Sekunden abstreifen und wieder aufsetzen.

Die Figuren des Buches, wie David Unglaube, Prof. Lechfeld oder Witzold besitzen auch besondere Eigenschaften oder Befähigungen, die sie zur Manipulation, Täuschung oder Betrug einsetzen.

Der Roman „Wendemaske“, der mit wahren und fiktionalen Ereignissen an realen Orten seine Geschichte erzählt, lebt auch von satirischen und ironischen Sprachbildern. Diese steigern die Absurdität des Handelns der Untergänger, ihre verzweifelte Suche nach Glaubwürdigkeit und den Erhalt ihrer Macht.

 

Alexander Neumann, geb. 1957 in Chemnitz, Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Diplom 1989, Lehrtätigkeit HfBK 1989-92

seit 1992 als Maler, Bildhauer und Autor freischaffend in Dresden tätig

Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland

 

Publikationen und Aufführungen dramatischer Texte: (Auszug)

„spätromantische Lieder, am deutschen Kamine zu singen“, satirische Gedichte und Lieder, Eigenedition, 1987, an der HfBK Dresden

„Altmeiers Wendemaske“ Fassung für Theater mit Musik, 1990, UA im Zentrum für zeitgenössische Musik Dresden

„T & E“, 1991, Drama, Uraufführung HfBK Dresden

„Paternoster“, Theaterstück, Literaturzeitung „Ostragehege“ UA im Zentrum für Zeitgenössische Musik,

„Wendemaske“, Roman, 1. Fassung, Eigenedition 1992,

„Die Beerdigung“, Theaterstück, 1992, „Fama“, Zeitung für Literatur und Kunst, Dresden

„Der Apparat“, Theaterstück, Kulturzeitung „Dresdner“, 1992

„Das Haus und die Tauben“, Operette für Kinder, 19 92, Kabaretttheater „Herkuleskeule“, Dresden

„Wendemaske“ 2. Fassung, 2009, sandro-dell-arte-verlag-dresden,

 

Alexander Neumann,

www.an-arte.com / Mail: sandro.dell.arte@gmx.de

 

Herzliche Einladung auf meinen Messestand 1J1 in Halle 1

Autoren-Lesung aus der „Wendemaske“ am 07.11. 13.15 Uhr, Raum 5, Messehalle 1